(v.l.n.r.: Mimi, Maiky & Mali)

Am 27.05.2026 konnten wir die etwa drei Wochen alte Mali aus dem überhitzten Dachbereich eines alten Schuppens in Tangermünde sichern. Sie war stark untergewichtig, litt an Katzenschnupfen und musste anschließend mit der Flasche aufgezogen werden. Dafür war eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung erforderlich.

Bei der Sicherung wurde uns von einem weiteren Kitten berichtet, das zunächst nicht gefunden werden konnte. Gemeinsam mit den Anwohnern richteten wir eine Futterstelle ein und überwachten das Gelände mit Wildkameras. Am 19.06.2026 entdeckten wir schließlich im angrenzenden Sperrmüllhaufen die stark geschwächte Mimi, die sich aus letzter Kraft ins Freie kämpfte. Sie war dehydriert, untergewichtig und benötigte umgehend tierärztliche Versorgung.

Da der Verdacht bestand, dass sich noch ein weiteres Kitten im Sperrmüll befand, bauten wir den Haufen nahezu vollständig ab. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit konnten wir dann tatsächlich auch den kleinen Maiky sichern. Er war ebenfalls stark unterernährt und dehydriert. Auch er musste tiermedizinisch versorgt werden. Die Anwohnerin erkannte Maiky als das Kitten wieder, nach dem wir seit Ende Mai gesucht hatten. Aufgrund seines Alters und der Umstände war klar, dass es sich um Malis Bruder handeln musste.

Medizinische Versorgung und Entwicklung

Heute haben sich Mali, Mimi und Maiky deutlich stabilisiert. Alle drei haben gut an Gewicht zugenommen und entwickeln sich trotz ihres schwierigen Starts ins Leben positiv. Der hartnäckige Katzenschnupfen macht weiterhin regelmäßige tierärztliche Kontrollen notwendig, dennoch zeigen sie täglich Fortschritte.

Mali ist zu einer neugierigen und selbstbewussten Jungkatze herangewachsen, die ihre Geschwister täglich beim Wachsen anfeuert und zuckersüße Kunststücke vorturnt. Um Mimi stand es anfangs sehr kritisch. Aus dem stark geschwächten, damals auch etwa drei Wochen alten Kitten ist ein fröhliches, sanftes Katzenmädchen geworden, das seinen Geschwistern blind vertraut und sich mutig alles abschaut, was man später im Katzenleben braucht – Ohrenbeißen zum Beispiel.

Bei Maiky wurde eine Ataxie festgestellt. Über seine Erkrankung und seinen weiteren Verlauf werden wir noch gesondert berichten. Trotz seiner Einschränkung steckt der kleine Kerl voller Lebensfreude. Besonders eng ist seine Bindung zu Mimi, mit der er vermutlich mehrere Wochen gemeinsam im Sperrmüll überlebt hat.

Weiterer Weg der drei Kitten

Eine Auswilderung kommt für Mali, Mimi und Maiky aufgrund ihrer Entwicklung nicht mehr infrage. Durch die intensive Versorgung während ihrer Prägephase und den engen menschlichen Kontakt haben sie keine ausreichende natürliche Scheu entwickelt, die für ein Leben als freilebende Katzen notwendig wäre.

Aktuell liegt unser Fokus weiterhin auf ihrer vollständigen Genesung und Stabilisierung. Sie bleiben in unserer Betreuung und erhalten die medizinische Versorgung und Unterstützung, die sie für ihre weitere Entwicklung benötigen.

Unterstützung unserer Arbeit

Die Versorgung von Mali, Mimi und Maiky sowie die zahlreichen Tierarztbehandlungen verursachen hohe Kosten. Wer unsere Arbeit unterstützen möchte, kann dies mit einer Patenschaft für eines der drei Kitten oder mit einer Spende tun.

Als kleiner ehrenamtlicher Verein mit vielen Aufgaben freuen wir uns über jede Form der Unterstützung.

𝐒𝐩𝐞𝐧𝐝𝐞𝐧𝐤𝐨𝐧𝐭𝐨:

Elbeland Tierhilfe Tangermünde e.V.

Kreissparkasse Stendal

IBAN: DE54 8105 0555 0101 0436 19

BIC: NOLADE21SDL

Die Elbeland Tierhilfe hat die Futterstelle nicht abgebaut und arbeitet gemeinsam mit den Anwohnern daran, die Mütter der Kitten zu sichern und sie dann inklusive Kastration und Chip zu versorgen.