Gans gut, alles gut.
Bereits über einen längeren Zeitraum wurde immer wieder eine flugunfähige Graugans mit deutlich herabhängendem Flügel am Stendaler Stadtsee gesichtet. Mehrere Hinweise aus der Bevölkerung gingen bei uns ein, nachdem vorherige Hilfegesuche ohne Ergebnis geblieben waren. In diesem Zusammenhang wurde sogar zur Euthanasie geraten – ein Vorgehen, das ohne vorherige fachkundige Untersuchung aus tierschutzrechtlicher Sicht nicht vertretbar ist.
Nach erneuter Lageeinschätzung entschied sich die Elbeland Tierhilfe zur Sicherung des Tieres. Gemeinsam mit engagierten Helfern vor Ort konnte die Gans nach einem kurzen, aber dynamischen Sicherungseinsatz eingefangen werden. Anschließend wurde „Olli“ tierärztlich vorgestellt und eine Tupferprobe für die notwendige PCR-Diagnostik entnommen, um infektiöse Erkrankungen auszuschließen und eine sichere Weitervermittlung zu gewährleisten.
Nach Mitteilung des Landesamt für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt fiel der PCR-Test auf Aviäre Influenza (AI), West-Nil-Virus sowie Usutu-Virus negativ aus. Mit diesem positiven Befund und in Abstimmung mit der Vogelschutzwarte Loburg konnte Olli zügig in Loburg einziehen.
Unser besonderer Dank gilt der TAP Jane Trawiel für die sorgfältige Probenentnahme, dem LAV Sachsen-Anhalt für die zügige Auswertung sowie der Vogelschutzwarte Loburg für die Aufnahme und fachkundige Versorgung.
Die Diagnose lautet: Fraktur des Flügels, bereits in Fehlstellung zusammengewachsen. Eine Auswilderung ist unter diesen Umständen aktuell nicht möglich. Das Tier wird nun fachkundig versorgt und darf sich zunächst stabilisieren.
DEINE HILFE ZÄHLT
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Untersuchung gesunder Flügel

