Freilebende Katzen gehören auch im Elbeland zum Alltag. Viele von ihnen leben unbemerkt in kleinen Ortschaften, auf Höfen oder an abgelegenen Grundstücken. Sie haben keine feste Bezugsperson und sind dennoch auf Menschen angewiesen, die ihre Versorgung übernehmen.

Hier setzt unsere Streunerhilfe an.

Aktuell betreuen wir gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern der Region 73 Streunerkatzen, darunter 33 Kitten. Mit unserer Hilfe verbleiben die Tiere in ihrem vertrauten Umfeld und bilden stabile Kolonien, die dank der Zusammenarbeit mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern zuverlässig beobachtet und versorgt werden.

Nachhaltige Hilfe statt kurzfristiger Lösungen

Unser Ziel ist es, freilebende Katzenpopulationen langfristig zu stabilisieren und die Tiere dauerhaft gesundheitlich zu begleiten. Dazu gehört weit mehr als die Kastration einzelner Tiere. Unser Vorgehen umfasst:

Fangen → Kastrieren → Chippen & Registrieren → Impfen → Entwurmen → medizinisch versorgen → langfristig betreuen

Jede Maßnahme erfüllt einen eigenen Zweck: Kastrationen begrenzen die Vermehrung, Chip und Registrierung ermöglichen eine eindeutige Identifikation, und Impfungen schützen vor wichtigen Infektionskrankheiten. Die regelmäßige Beobachtung hilft uns zugleich, gesundheitliche Veränderungen und Erkrankungen wie Katzenschnupfen frühzeitig zu erkennen und bei Bedarf rechtzeitig tiermedizinische Hilfe zu organisieren. So tragen wir dazu bei, Infektionsgeschehen frühzeitig zu erkennen und das Risiko der Weiterverbreitung zu reduzieren. Unsere integrative Streunerhilfe leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Gefahrenabwehr in der Region.

Die Katzen bleiben an ihrem Lebensort

Freilebende Katzen bleiben in ihrem gewohnten Umfeld. Nach der tiermedizinischen Versorgung kehren sie – sofern ihr Gesundheitszustand es zulässt – an ihren Lebensort zurück. Dort beginnt die langfristige Betreuung: An unseren Versorgungsstandorten werden die Tiere regelmäßig gefüttert und beobachtet. Neue Katzen, Veränderungen im Bestand oder gesundheitliche Auffälligkeiten werden schnell erkannt. Wo es sinnvoll ist, unterstützen Wildkameras die Beobachtung der Tiere und ihrer Lebensbedingungen.

Gemeinsam stark – systematische Hilfe vor Ort

Diese Arbeit gelingt nur im Zusammenspiel mit den Menschen vor Ort. Bürgerinnen und Bürger kennen die Tiere in ihrer Umgebung, melden uns neue oder hilfsbedürftige Katzen und übernehmen an vielen Standorten die tägliche Versorgung – eine Aufgabe, die wir allein nicht leisten könnten. Wir schätzen die Situation ein, koordinieren Fangaktionen, statten die Versorgungsstellen mit Futter und Zubehör aus, organisieren tiermedizinische Maßnahmen und begleiten die Betreuung langfristig.

So entsteht Schritt für Schritt im Elbeland Tangermünde ein Netzwerk aus engagierten Menschen, der Elbeland Tierhilfe, Tierärztinnen und Tierärzten sowie Förderern wie der Stadt Tangermünde und dem Land Sachsen-Anhalt – eine dauerhafte Versorgungslösung für die Tiere an ihrem Lebensort statt einer einmaligen Kastration ohne weitere Betreuung.

Über 70 Katzen – und eine gemeinsame Aufgabe

Von den derzeit 73 betreuten Streunerkatzen konnten bereits zahlreiche Tiere kastriert, gechippt und registriert sowie medizinisch versorgt und teilweise geimpft werden.

Unser bisheriger Stand:

  • 37 Impfdosen konnten bereits finanziert werden.
  • 32 Katzen wurden kastriert.
  • 35 Katzen wurden gechippt und registriert.

Gleichzeitig ist noch viel zu tun. Insbesondere beim Impfschutz und bei den Kastrationen besteht aktuell ein großer Bedarf. 51 Katzen benötigen noch Impfungen, 41 weitere Tiere müssen noch kastriert werden.

Die Kosten für Kastrationen, Impfungen, Chip und Registrierung, Entwurmungen sowie notwendige medizinische Behandlungen können wir nicht allein aus Vereinsmitteln tragen. Das Projekt lebt durch Spenden, Patenschaften und Fördermittel.

Deshalb haben wir unsere Kastrations- und Impfkampagne gestartet.

Damit aus Hilfe langfristiger Tierschutz wird

Die Grundimmunisierung gegen wesentliche Infektionskrankheiten sowie Tollwut kostet pro Katze rund 100 Euro. Die Kastration mit Chip liegt – selbst zu vergünstigten Tierschutzkonditionen – bei etwa 105 Euro für einen Kater und rund 130 Euro für eine Katze. Nach diesen Basismaßnahmen benötigen die Tiere meist nur noch Auffrischungsimpfungen; notwendige tierärztliche Behandlungen bleiben jedoch auch danach Bestandteil der langfristigen Betreuung.

Wir arbeiten vollständig ehrenamtlich, sodass keine Personalaufwendungen entstehen. Die verbleibenden Kosten können jedoch nur durch Spenden, Patenschaften und die oft stark limitierten Fördermittel getragen werden. Patinnen und Paten sichern diesen Schutz dauerhaft – durch Impfungen, Entwurmungen sowie die Versorgung mit Futter und Wasser.

So entsteht ein verlässliches System, das stabile Kolonien ermöglicht und nachhaltigen Tierschutz im Elbeland gewährleistet.

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